Nutzung des Playbooks

Aufbau des Playbooks

Das Founder’s Playbook beschreibt 20 Aufgaben, die zu den Vorbereitungen einer Startup-Gründung gehören. Die Aufgaben sind in fünf Phasen angeordnet. In jeder Phase werden vier Themen betrachtet, die in der Regel sehr eng zusammenhängen. Die Phasen sollten in der angegebenen Reihenfolge begonnen werden.

Begleitmaterial

Jede der 20 Aufgaben ist in einem eigenen Kapitel auf rund zwei Textseiten sehr knapp beschrieben. Diese zwei Seiten sollten ausreichend sein, um die jeweilige Aufgabe zu verstehen und um eine grobe Antwort zu skizzieren. Sie enthalten aber nicht genug Information, um Antworten in der Ausführlichkeit zu entwickeln, die Gründer brauchen.

Aus diesem Grund enthält das Founder’s Playbook Verweise auf nützliches Begleitmaterial, zum Beispiel …

  • Hinweise zu weiterführenden Informationen in Büchern oder im Internet,
  • Arbeitsblätter, die tiefere Erkenntnisse ermöglichen,
  • Blätter zum Festhalten von Ergebnissen,
  • Beispiel-Ergebnisblätter für das fiktive Startup Airchecker.

Das Begleitmaterial erscheint in Form von Links zu eigenen und fremden Internet-Quellen am Ende von jedem Kapitel.

Dieses Format wurde gewählt, um das Playbook selbst so kompakt wie möglich zu halten und zusätzlich um den Gründern bzw. Gründerbetreuern die Freiheit zu geben, Werkzeuge ihrer Wahl zu verwenden.

Kein linearer Pfad

Die 20 Aufgaben des Founder’s Playbook sind zwar durchnummeriert, aber sie werden nicht linear durcharbeitet. Dafür gibt es zwei Gründe.

Viele Themen hängen gegenseitig voneinander ab und können nicht unabhängig bearbeitet werden. Beispielsweise sind Target Market (Zielgruppe), Value Proposition (Nutzenversprechen) und Customer Need (Kundenbedürfnis) unauflösbar miteinander verknüpft: Muss die Zielgruppe geändert werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass die anderen beiden Elemente revidiert werden müssen.

Viele Antworten sind Hypothesen, die geprüft werden müssen. Die Prüfung zeigt oft, dass die Hypothese falsch gewesen ist. In diesem Fall müssen neue Antworten für bereits bearbeitete Aufgaben gefunden werden. Beispielsweise hängt die Positionierung (in Phase 3) vom USP (in Phase 2) ab. Zeigt sich aber bei den Kundeninterviews, dass die Positionierung nicht überzeugend ist, muss unter Umständen ein neuer USP formuliert werden, was automatisch zu einer Überarbeitung der Positionierungsaussage führt. Es könnte notwendig sein, diesen Kreislauf mehrmals zu durchlaufen, bis eine überzeugende Positionierung gefunden worden ist.

Es sollten immer zumindest vorläufige Antworten für jede Phase stehen, bevor die nächste Phase begonnen wird. Aufgaben, die zur selben Phase gehören, sind meistens miteinander verknüpft. Ausnahmen wie 2.4 (Vision), die unabhängig bearbeitet werden können, sind im Playbook als solche gekennzeichnet.

Nicht angesprochene Themen

Das Founder’s Playbook beschreibt (bei weitem!) nicht alle Vorbereitungsschritte für die Gründung eines Startups. Es wird keine der folgenden wichtigen Themen behandelt:

  • Team-Zusammenstellung und Teamarbeit
  • Persönliche Anforderungen an die Gründer
  • Rechtsform des Unternehmens und Vertragsgestaltung
  • Patente und Verwertungsrechte
  • Finanzierung
  • Business Planning

Natürlich müssen sich Gründer auch diesen Themen widmen.

Zusammenarbeit mit einem Gründungsberater

Das Founder’s Playbook wurde für die Verwendung durch Gründungsberater an einer Universität konzipiert. Es soll ihnen und den von ihnen betreuten Gründungsteams eine logische Struktur und ein Arbeitsprogramm bereitstellen, um deren Zusammenarbeit (die sich über mehrere Monate erstreckt) zu erleichtern und bessere Ergebnisse zu ermöglichen.

Dies ist einer der Gründe, die die Weglassung ausführlicher Methodenbeschreibungen und Aufgabenblätter im Playbook ermöglicht haben: Ein kompetenter Gründungsberater kennt die entsprechenden Informationen und Denkmodelle und kann sie selbst den von ihm betreuten Gründerteams zur Verfügung stellen.